22.08.1950

Otto
Lummitsch

Gründung des Technischen Hilfswerkes durch Otto Lummitzsch

1957

Gründung des Luftschutzhilfdienstes (LSHD). Dieser wurde aufgestellt, um im Rahmen des V-Falls nach einem Luftangriff der Zivilbevölkerung Hilfe zukommen zu lassen. Der LSHD durfte nicht bei zivilen Katastrophen eingesetzt werden, wie z.B. Schadenslagen durch Hochwasser oder Erdbeben.

1963

Gründung des 2.Bergungszuges der 12.Luftschutzhilfdienst-Bergungsbereitschaft Rheinland Westfalen Lippe (2.BZ der 12.LS-BB RWL), mit Sitz in Girbelsrath Gemeinde Merzenich.

09.07.1968

Gesetz über die Erweiterung des Katastrophenschutzes. Dieses Gesetz hat die rechtliche Auflösung des LSHD in den nächsten Jahren zur Folge.

1970

Übergabe der 12. LS-BB RWL vom Regierungspräsidium Köln an den Kreis Düren. Aufgrund des Gesetzes über die Erweiterung des Katastrophenschutzes vom 09. Juli 1968 wurden nach längeren Vorbereitungen im Kreis Düren die bis zu diesem Zeitpunkt dem Regierungspräsidium unterstellten Einheiten des Luftschutzhilfdienstes auf den Kreis Düren übergeleitet. Der 2.BZ der 12.LS-BB RWL wird nun eine Regie-Einheit des Kreis Düren und kann bei zivilen Katastrophen eingesetzt werden.

1972

GKW 72 und MKW 72

Die ersten modernen Fahrzeuge GKW 72 und MKW 72 werden an die Ortsverbände verteilt.

01.03.1973

Unterkunft am Königsforst 4

Umzug des 2. BZ der 12. LS-BB RWL von Girbelsrath nach Eschweiler über Feld in eine neue Unterkunft „Am Königsforst 6“ heute „Am Königsforst 4“

12.12.1973

Eintritt von 25 Bergungshelfer des 2. BZ der 12. LS-BB RWL in das THW und somit Gründung des THW-Stützpunktes Nörvenich des THW OV-Düren. Der 2. BZ der 12. LS-BB RWL wird zum 2. Bergungszug Düren des THW.

15.06.1978

Gründung des THW Ortsverbandes Nörvenich. Damit wird aus dem THW-Stützpunkt in Nörvenich ein eigenständiger Ortsverband. Erster Ortsbeauftragter wird C. Schmitz, diese Tätigkeit führt er über 11 Jahre bis zum 31.12.1989 aus.

C.Schmitz damals noch Zugführer, hier in Wesel mit GKW und MKW.

Anmerkung des Verfassers

Aufgrund von fehlenden Datumsangaben auf einigen Dokumenten ist die Gründung des THW-Stützpunktes in Nörvenich auf ein Zeitfenster vom Dezember 1973 bis zum März 1974 einzugrenzen. Zur Gründung des THW-Stützpunktes wird eine Feierstunde benannt, in der die Übernahme von 25 Bergungshelfer des 2. BZ der 12. LS-BB RWL zum THW gefeiert wird. Der Zugführer dieser Einheit, C. Schmitz, trat dem THW am 12.12.1973 bei. Somit kann der Dezember 1973 als Gründungsmonat des THW-Nörvenich angesehen werden. Der 2. BZ der 12. LS-BB RWL wurde 10 Jahre vorher gegründet, also im Jahre 1963.

1984

Offizielle Gründung der THW-Jugend in Nörvenich. Der Ortsverband erhält den ersten MKW 72.

1985

Der Ortsverband erhält den GKW 72

1986

Der Bund stärkt den erweiterten Katastrophenschutz, das THW erhält 89 Bergungsräumgeräte. Der OV Nörvenich erwirbt den defekten Lichtmastanhänger (LIMA) vom GFB Düren. Die LIMA wurde Jahre vorher vom Katastrophenschutz des Kreises Düren an das THW an den Ortsverband Jülich übergeben.

31.12.1989

Der Ortsbeauftragte C.Schmitz legt sein Amt nieder.

1990

Als neuer Ortsbeauftragter wird K.H.Hucklenbroich beauftragt, diese Tätigkeit führt er über 6 Jahre bis zum 31.07.1996 aus. Als neuer Zugführer wird F.Meuser beauftragt. In den neuen Bundesländern werden die ersten Ortsverbände gegründet. Der Helfer G. Senden fliegt nach Rumänien und hilft beim Aufbau eines Kinderheimes.

1991

Der OV Nörvenich erhält den ausgesonderten 2-Achsanhänger von der Bundeswehr.

1992

Die Helfer S.Meuser und G.Schonnop führen einen Hilfsgüter-Transport nach Lemberg (Lwiw) in die Ukraine.

1994

Umstruktuierung der Bergungs- und Instandsetzungszüge in ein endlos kompaktibles Konzept mit Technischen Zügen und Fachgruppen. Aus dem 2.Bergungszug Düren wird der 1.Technischer Zug mit Fachgruppe Räumen. Der OV Nörvenich erhält für eine Bergungsgruppe eine Räumgruppe und tauscht einen MKW 72 gegen ein Bergungsräumgerät und einen Kipper. Der bestehende OV Kombi wird zum Mannschaftstransporter Zugtrupp. Die Gerätegruppe wird zur 1. Bergungsgruppe des TZ und die alte 1.Bergungsgruppe des Bergungszuges wird zur 2.Bergungsgruppe des TZ. Weiterhin mußte der 1,5t Einachsanhänger und das Schlauchboot abgegeben werden.

31.01.1995

Die Helfer O.Borsdorff; H.Bringmann; K.H.Hucklenbroich und F.Meuser fahren in die Niederlande und helfen bei der Evakuierung verschiedener Ortsteile die durch das Maashochwasser betroffen sind. Das THW bekommt die neuen THW-Kennzeichen für die Dienst KFZ.

1996

Der Ortsbeauftragte K.H. Hucklenbroich legt am 31.07. sein Amt nieder, neuer Ortsbeauftragter wird S.Meuser. Der neue THW-Einsatzanzug (MFA) wird eingeführt.

1997

Das Hochwasser an der Oder bringt die Fachgruppe Räumen und weitere Führungskräfte in den Einsatz.

21.03.1998

Die 2.Bergungsgruppe fährt ins Belgische Raeren und hilft bei einer Personensuche. Die Fachgruppe Räumen, erhält den neuen Drucklufterzeuger.

13.01.1999

Auf der NATO Airbase in Geilenkirchen / Teveren stürzt ein Tankflugzeug ab. Alle Nörvenicher Einheiten rücken aus zum Einsatz und sind eine Woche rund um die Uhr im Einsatz.

2000

Im Bahnhof von Brühl entgleist ein Personenzug die 2.Bergungsgruppe mit Lichtmast und die Fachgruppe Räumen rücken aus und sind mehrere Tage im Einsatz. Das THW feiert seinen 50 Geburtstag in Berlin vor dem roten Rathaus, die Nörvenicher Helfer fahren nach Berlin und feiern mit.

12.12.2001

In Belgien bei Laeken findet der EU Gipfel statt, die 2. Bergungsgruppe leuchtet aus.

29.03.2002

In Kerkrade fällt ein 6-jähriger in ein 15m tiefes Abwasserrohr das nur 25 cm Durchmesser hat. Die Helfer F.Meuser und S.Pohl rücken aus, nach 7,5 h wird der Junge lebend gerettet. Es sind über 100 Helfer Vorort. Das Hochwasser an der Elbe bringt die 2. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen in den Einsatz.

04.12.2003

Die Helfer T.Dobberstein; D.Hageler und K.Pohl fahren nach Arles in Frankreich und helfen mit Beleuchtung und Pumparbeiten während der großen Flutkatastrophe.

2004

Die Fachgruppe Räumen erhält den neuen Tieflader Anhänger.

2005

Der OV Nörvenich erhält den überholten MTW, die durch die Bundespolizei ausgesondert wurden, damit ist die Position des OV Stab-Fahrzeug besetzt.

2006

Die Fachgruppe Räumen erhält den überholten Kipper, dieser stammt aus der privaten Wirtschaft, der alte Kipper geht in den OV Eschweiler. Damit ist das Gespann komplett, der Tieflader mit Bergungsräumgerät, kann nun mit einem eigenen Fahrzeug in den Einsatz gezogen werden.

21.08.2007

In den Niederlanden stürzt ein Hochregal ein, die Helfer G. Senden und R. Wagner rücken mit kompletten Räumgruppengespann aus und helfen Vorort der zuständigen Brandweer.

2009

Einsturz des Kölner Stadtarchiv, die 2.Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen rücken komplett aus. In den Tagen danach kommt es zu weiteren Einsätzen Vorort mit Nörvenichern Helfern.

2010

Größenvergeich GKW72 und GKW 2010 (AXOR 1829)

Die erste Bergungsgruppe erhält den neuen GKW I (Axor 1829), damit hat der alte GKW 72 ausgedient. Der erste Einsatz des neuen Fahrzeuges geht am 21.Mai in die Niederlande nach Landgraaf. Die Helfer N.Gebsattel; S.Meuser; G.Senden und R.Wagner helfen bei einem Brand mit dem Bergungsräumgerät. Am 28 August fährt die 2. Bereitschaft NRW zum ersten mal in den Einsatz. Der Einsatz führt die gemischte Bereitschaft aus Feuerwehr und THW nach Ahaus im Kreis Borken. Die Nörvenicher Helfer S.Meyer und T.Olefs sind mit dabei und helfen beim Hochwasser. Am 09. September fahren die Helfer F.Meuser und G.Schonnop nach Brüssel um bei der Europäischen Union das THW mit dem GKW I vorzustellen.

2011

Der Zugtrupp erhält den neuen MTW Renault Master, damit hat der alte MTW Fiat Ducato ausgedient. Am 17.September nimmt das THW zum ersten mal an der Steuben Parade in New York teil, die meisten Helfer eines Ortsverbandes kommen aus Nörvenich. Es reisten S. und K.Ramacher; S. und G.Schonnop; S.Meyer; F.Meuser und G.Senden.

2012

Der Zugtrupp schließt den Umbau des MTW zum ELW 1 (Einsatzleitwagen) ab. Wir starten bei Facebook. Die 1.Bergungsgruppe stellt den GKW 1 in Beverwijke in den Niederlanden aus. Die ersten Digitalfunkgeräte erhalten den Einzug im OV Nörvenich.

2013

Der OV Nörvenich startet das Jahr mit der elektronischen Zeiterfassung. Die Digitalfunkgeräte des THW werden verteilt. Das Hochwasser an der Elbe bringt die 1. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen in den Einsatz. Die neuen Dienstanzüge erhalten den Einzug im OV Nörvenich.

2014

Neue Unterkunft in Nörvenich

Das THW stattet alle Helfer mit dem neuen Dienstanzug aus. Nach über 40 Jahren zieht der Ortsverband in eine neue Unterkunft nach Nörvenich in die Dresdener Straße 2. Das Orkantief Ela ruft den kompletten Ortsverband Nörvenich über mehrere Wochen in großen Teilen NRWs in den Einsatz. Alle Fahrzeuge werden mit dem neuen Digitalfunkgeräten ausgestattet.

2015

Der Zugführer F.Meuser übt das Amt des Zugführers seit 25 Jahren aus. Der Ortsverband erhält nach 20 Jahren wieder ein Schlauchboot (W1 Ausstattung). Durch große Flüchtlingsbewegungen erhält der Ortsverband mehrere Einsätze.

2016

Das Rahmenkonzept wird erstellt. Die Gefährdungssituation im Zivilschutz sowie die Anforderungen an den Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen und Unglücken haben sich seit dem letzten THW-Neukonzept aus dem Jahr 1995 stetig weiter entwickelt. Es war deshalb nötig, die Aufstellung des THW zu überprüfen und an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Das Rahmenkonzept schafft die konzeptionelle Grundlage für die mittelfristige Planung des THW. Das BMI hat das Rahmenkonzept Anfang November 2016 freigegeben.

2017

Im Jahr 2017 starteten wir mit der offiziellen Internetseite unseres Ortsverbandes. Im Oktober erhielten wir den MLW IV für unsere zweite Bergungsgruppe.

MLW IV